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19.08.2022

Markt rund um Smartphones wächst auf 36,8 Milliarden Euro

Rund um die fast unentbehrlichen Begleiter im Alltag ist ein großer Markt entstanden. Der Umsatz mit Smartphones, Apps, Diensten und Infrastruktur nimmt dieses Jahr um 1,8 Prozent zu, sagt der Verband Bitkom voraus.

Höherwertige Geräte, steigendes Datenvolumen und Investitionen in den Netzausbau: Der deutsche Markt für Smartphones, Apps, mobile Telekommunikationsdienste und Mobilfunkinfrastruktur wächst 2022 voraussichtlich auf 36,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr (36,2 Milliarden Euro) ist das eine Steigerung um 1,8 Prozent. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Digitalverbands Bitkom.

Die Verbreitung von Smartphones hat einen neuen Höchstwert erreicht. Nach einer repräsentativen Bitkom-Befragung nutzen 83 Prozent der Menschen in Deutschland ab 16 Jahren ein Smartphone, was 57,4 Millionen Personen entspricht. „Die Faszination für Smartphones ist so groß wie nie. Sie informieren und unterhalten uns, steigern unsere Produktivität und unterstützen uns in vielen Lebenslagen“, sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas.

Die Umfrageergebnisse bestätigen das: Für nahezu alle Nutzer (96 Prozent) sind Smartphones eine große Erleichterung im Alltag. Neun von zehn (90 Prozent) können sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. Dabei ist fast die Hälfte der Nutzer auf Achtsamkeit bedacht. So haben 45 Prozent feste Orte oder Zeiten festgelegt, an denen sie ihr Smartphone bewusst nicht benutzen. Und jede und jeder Siebte (15 Prozent) kontrolliert die Bildschirmzeiten.

Smartphone-Ökosystem steht für Wachstum und Innovation

Das Marktwachstum rund ums Smartphone wird durch Investitionen in die Netzinfrastruktur und steigende Umsätze mit Telekommunikationsdiensten getrieben. Sprach- und Datendienste machen mit 20,6 Milliarden Euro den größten Anteil aus. Dieser Bereich wächst in diesem Jahr voraussichtlich um 1,6 Prozent. Noch stärker nehmen die Investitionen der Netzbetreiber in die mobile Infrastruktur zu, die 2022 um 2,5 Prozent auf 2 Milliarden Euro steigen werden. Hinzu kommen die Aufwendungen für Frequenzen, Gebäude und Bauarbeiten, die nicht eingerechnet sind.

Mit den Smartphones selbst sollen 10,9 Milliarden Euro umgesetzt werden. Das ist ein leichter Rückgang um 1,5 Prozent im Vergleich zu 2021, als 11 Milliarden Euro Umsatz erzielt wurden. Auch der Absatz ist rückläufig. 2022 werden mit 19,7 Millionen Geräten 3,9 Prozent weniger Smartphones verkauft als im Vorjahr mit 20,4 Millionen. Dies ist laut Bitkom zumindest teilweise auf die Chipkrise und Lieferengpässe bei Bauteilen zurückzuführen. Dagegen steigt der Durchschnittspreis pro Gerät deutlich: Kostete ein Smartphone 2021 im Schnitt noch 539 Euro, sind es 2022 schon 553 Euro – ein Plus von 2,6 Prozent. Haas: „Der Trend geht eindeutig zu hochwertigen, besonders leistungsfähigen und weniger reparaturanfälligen Geräten.“

Mit Abstand am dynamischsten entwickelt sich der App-Markt. Der Umsatz mit mobilen Anwendungen steigt um 15,0 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro.

Nachhaltigkeit ist beim Smartphone-Kauf fast immer ein Thema

Neben der Qualität steht die Aktualität der Hardware hoch im Kurs. Die meisten der derzeit verwendeten Geräte sind dementsprechend neu. Sechs von zehn (60 Prozent) haben ihr Smartphone innerhalb der vergangenen zwölf Monate gekauft. Ein Fünftel (22 Prozent) hat Geräte im Alter von 13 bis 24 Monaten im Einsatz. 8 Prozent nutzen Smartphones im Alter von zwei bis drei Jahren, weitere 8 Prozent haben ältere Geräte. „Der Wunsch nach aktuellen Smartphones mit der besten Technik ist groß. Aber im Vergleich zu den Vorjahren werden die Geräte im Durchschnitt etwas später ausgetauscht. Die Verbraucherinnen und Verbraucher geben im Zweifel lieber mehr Geld aus, um sicherzugehen, dass sie länger etwas von ihren Geräten haben“, sagt Haas.

In dem Zusammenhang spielen auch Ressourcenschonung und Müllvermeidung eine zunehmend große Rolle. Nachhaltigkeit ist beim Smartphone-Kauf für 96 Prozent der Nutzer wichtig. Außerdem wird vor allem auf ein gutes Display, lange Akkulaufzeit, gute Verarbeitungsqualität und die langfristige Versorgung mit Updates geachtet. Mitentscheidend ist auch die Foto- und Videofunktion, denn Kameraqualität (76 Prozent) und die Anzahl der Kameralinsen (70 Prozent) sind für die Mehrheit bei einer Neuanschaffung wichtig. Konkret nach der Markentreue gefragt, ist das Urteil eindeutig: Drei von vier Nutzern (76 Prozent) sagen, dass sie beim Kauf eines neuen Smartphones ihrer Marke treu bleiben.

Zukunft ohne Smartphone unvorstellbar

Für die nähere Zukunft kann sich kaum jemand vorstellen, dass Smartphones aus dem Alltag verschwinden. Gefragt nach der Entwicklung bis 2030, erwarten neun von zehn Nutzern, dass die Bedeutung des Smartphones weiter zunimmt. Drei Viertel denken, dass das Smartphone zusätzliche Funktionen übernehmen wird. Dagegen glauben nur drei von zehn der Befragten, dass das Smartphone durch Datenbrillen (31 Prozent) oder Smartwatches (28 Prozent) ersetzt wird. 13 Prozent können sich vorstellen, dass intelligente Sprachassistenten Smartphones ablösen. Und nur 3 Prozent gehen davon aus, dass Smartphones durch Chips ersetzt werden, die in den Körper implantiert sind.



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